Achtung! Klischeefreie Zone!

27.01.13, 14:58:30 by buecherfrau

Der deutsch-türkische „binooki“-Verlag zu Gast bei den Bücherfrauen

Inci Bürhaniye und Selma Wels nennen sich zwei „meistens liebende Schwestern“. Die Ältere, Inci Bürhaniye, ist im Hauptberuf Anwältin mit eigener Kanzlei. Selma Wels widmet sich ganz dem Verlag. Ihre Eltern kamen einst als Einwanderer nach Deutschland.
Die beiden Frauen vermissten aus dem Türkischen übersetzte Gegenwartsliteratur auf dem hiesigen Buchmarkt. Um diese Lücke zu füllen, gründeten sie 2011 in Berlin den „binooki“-Verlag, dessen Name auf Deutsch soviel wie „Monokel“ bedeutet.
Für ihre inzwischen rund zehn Bücher umfassende Verlagsproduktion, zu der Autoren wie der moderne Klassiker Oguz Atay („Warten auf die Angst“), der junge Krimiautor Emrah Serbes („Behzat C.“) und die Journalistin Yazgülü Aldogan „Die Begleitung“ gehören, ernteten sie in den nur anderthalb Jahren ihres Bestehens viel Beifall und wurden mit Preisen wie dem Kurt-Wolff-Förderpreis bedacht. Mit ungewöhnlichen PR-Aktionen wie „#berlinliestbenooki.de – Der literarische Foto-Contest“, die die neuen Medien mit einbezogen, machten sie auf sich aufmerksam.
Wir machen die Bücher als begeisterte Leserinnen, sagen Inci Bürhaniye und Selma Wels. Mit ihren Publikationen wollen sie ein Bild jenseits der Klischees von „Döner-Türken“ und „farblosen Deutschen“ vermitteln. Im Gespräch mit der Berliner Bücherfrau Kerstin Salvador unternahmen sie einen Streifzug durch ihr Verlagsprogramm.

Links zum Thema: www.binooki.com

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Journalismus der drei Geschwindigkeiten

08.09.12, 11:48:34 by buecherfrau

Die Berliner BücherFrauen zu Besuch bei der taz - die tageszeitung

„Presse Frechheit seit 1979“, so wirbt die linke Tageszeitung für sich, die nach ihrer Gründung unter anderem die Frauen- und die Anti-AKW-Bewegung publizistisch begleitete. Mit ihrem Slogan „Für publizistische Unabhängigkeit – Gegen Medienkonzentration und Meinungsmonopole“ musste sie in den beiden vergangenen Jahrzehnten oft ums Überleben kämpfen.
Im hauseigenen taz Café in der Rudi-Dutschke-Straße trafen sich die Berliner BücherFrauen um mit der langjährigen Verlagsmitarbeiterin Kornelia Gellenbeck die Redaktionsräume zu besichtigen und anschließend mit ihr ins Gespräch zu kommen.
Dabei erfuhren wir unter anderem, dass die taz nach einem Genossenschaftsmodell funktioniert. 12.000 Eigner machen das Erscheinen der drei Ausgaben: Print, Online und sonntaz mit ihren unterschiedlichen Geschwindigkeiten möglich. Im Gespräch mit den BücherFrauen erläuterte Kornelia Gellenbeck die Produktionsabläufe.
Anschließend wurden wir mit einem leckeren Büffet im taz Café verwöhnt. Zu uns gesellte sich dabei die feministische Taz-Journalistin Waltraud Schwab, die gerade die Ausgabe „Lesen“ für die Buchmesse Frankfurt vorbereitet.

Link zum Thema: www.taz.de

Hören Sie hier einen Ausschnitt aus dem Gespräch mit Kornelia Gellenbeck (5:30 min.):

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Erinnern als Geschäftsidee

08.09.12, 11:20:12 by buecherfrau

Die Berliner BücherFrauen zu Gast bei Rohnstock Biografien

Im Ambiente eines Salons empfing die Germanistin und Publizistin Katrin Rohnstock die Bücherfrauen in ihren Geschäftsräumen im Prenzlauer Berg.
1998 ging sie mit der Idee an den Start, die Leben anderer Menschen in deren Auftrag als Buch zu veröffentlichen. Dafür hat sie das amtlich geschützte Berufsbild der AutobiografikerIn entwickelt, die nach ihrer Auskunft HobbypsychologIn, DramaturgIn und ArchitektIn der jeweiligen Lebensgeschichte in einem ist. Inzwischen sind 260 solcher Biografien erschienen. Das Gesamtpaket für ein Buch inklusive persönlicher Fotos und Dokumente und einschließlich Interview, Lektorat und Layout kostet mehrere Tausend Euro.
Katrin Rohnstocks Erzählfabrik bringt aber nicht nur Lebensgeschichten zwischen zwei Buchdeckel, sondern auch Stadtgeschichten wie die Geschichte von Hennigsdorf bei Berlin. Sie veranstaltet auch Erzählsalons und bildet dafür Salonieren aus.
Die Gründungsgeschichte von Rohnstock Biografien hat einen ganz eigenen Plot, denn alles begann mit einer Frau von der Tankstelle.

Links zum Thema: www.rohnstock-biografien.de

Hören Sie dazu einen Ausschnitt aus dem Gespräch zwischen Katrin Rohnstock und Bücherfrau Carola Köhler (6:30 min.)

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Superdemokratinnen lieben Literatur

10.05.12, 21:57:14 by buecherfrau

Die Bloggerinnen Katy Derbyshire, Rery Maldonaldo und Nikola Richter am 18.4.2012 zu Gast bei den Berliner Bücherfrauen.

"Intellektuellen Fairtrade" nennen die in Berlin lebende Bolivianerin Rery Maldonaldo und ihre Mitstreiterin Nikola Richter ihren deutsch-spanischen Weblog „superdemokraticos“. Sie vernetzen junge lateinamerikanische und deutsche AutorInnen, die auf dem Blog über Themen der Globalisierung schreiben. Ihr Engagement wurde mit einer Einladung des Goethe-Instituts zu einer Reise belohnt, auf der sie in Lateinamerika ihr Projekt vorstellen konnten. Zwei Jahre lang wurde die Seite von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert, sodass die beiden Herausgeberinnen ihre AutorInnen sogar bezahlen konnten. Dass das Honorar zum Teil auf abenteuerlichem Weg zu den UrheberInnen fand, berichten sie im Gespräch mit Bücherfrau Ina Pfitzner, die selbst ein Blog über New Orleans betreibt, wo sie eine zeitlang gelebt hat.

„Love german books“ heißt das Weblog von Katy Derbyshire. Seit 2008 rezensiert die ebenfalls in Berlin lebende Engländerin dort deutsche Bücher und bloggt über die hiesige Literaturszene. Inzwischen gilt sie in ihrer Heimat als unangefochtene Expertin für deutsche Literatur wie sie zu ihrer eigenen Überraschung unlängst auf der Buchmesse in London erfahren konnte. Sie übersetzte unter anderem die Bücher von Sibylle Lewitscharoff, Clemens Meyer und Inka Parei ins Englische und hat über ihre Seite auch einige Aufträge akquiriert. Ihr „Wolfenbütteler Manifest“ formuliert zehn Thesen zum Thema Blog und fordert gerade ÜbersetzerInnen als KulturvermittlerInnen auf, mehr eigene Blogs zu initiieren.

Hören Sie hier einen Ausschnitt aus dem Gespräch, am Ende lesen Rery Maldonaldo und Nikola Richter aus einem gemeinsamen Text (9:45 min.)


Links zum Thema:

www.superdemokraticos.com
lovegermanbooks.blogspot.de
Weblog von Ina Pfitzner über New Orleans: lagniappestudies.blogspot.de/

Wenn Sie eine ganze Veranstaltung miterleben wollen, besuchen Sie persönlich die Berliner Bücherfrauen!

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Der Dreh mit dem Drehbuch - Drehbuchautorin Annette Hess zu Gast bei den Berliner BücherFrauen

10.01.12, 12:41:14 by buecherfrau

Sie hat die Drehbücher für die ARD-Serie "Weissensee", eine Art "Dallas in der DDR", und den Fernsehfilm "Die Frau vom Checkpoint Charlie" geschrieben. Annette Hess gilt als eine der renommiertesten Drehbuchautorinnen Deutschlands. Am 9.11.2011, dem 22. Jahrestag der Maueröffnung, wollten wir vor allem mit ihr über "Weissensee" sprechen. Die Serie, die im Herbst 2012 in der ARD fortgesetzt wird, wurde 2011 als Beste deutsche Fernsehserie mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Auf ironisch-heitere Art berichtete die gebürtige Hannoveranerin Annette Hess im Gespräch mit Cornelia Saxe von ihren Erfahrungen in einer hart umkämpften Branche. BücherFrauen, die sich einmal als Drehbuchautorinnen versuchen wollen, riet sie vor allem eines: viel fernsehen!

Link zum Thema:
Verband der Drehbuchautoren - unter dem Stichwort Drehbuch schreiben / Drehbuchdownload können Drehbücher zum Lesen heruntergeladen werden
www.drehbuchautoren.de

Wenn Sie eine ganze Veranstaltung miterleben wollen, besuchen Sie persönlich die Berliner Bücherfrauen!

Hören Sie hier einen Ausschnitt aus dem Gespräch als MP3-Datei (8:10 min.) ...

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